11 April 2019

Unter Berücksichtigung des derzeitigen Entwicklungsstandes der Informationstechnologien ist es wichtig, nicht zu vergessen, dass die Spezialisten für diesen Bereich, in dem es an den hochqualifizierten Fachkräften fehlt, ausgebildet werden müssen. Zu diesem Zweck hat die Regierung des Gebietes Tjumen in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen auf verschiedenen Ebenen und potenziellen Arbeitgebern einen ganzheitlichen Ansatz zur Lösung dieses Problems entwickelt.

Mit dem Ziel, technische Spezialisten, beginnend mit den oberen Klassen der Schule auszubilden, wurde im Jahr 2015 das Zentrum für Robotik und automatisierte Steuerungssysteme des Gebietes Tjumen, das heute aus 15 High-Tech-Schullabors, einem Projektierungslabor und einem Zentrum für Prototypenentwicklung besteht, gegründet.

Die Schullabors für Robotik und Programmierung „RoboLab“ und „ITLab“ sind der erste ernsthafte Schritt in der Ausbildung junger Ingenieure. Im „ITLab“ beschäftigen sich die Schulkinder mit der praxisorientierten Ausbildung in den Programmen „Grundlagen objektorientierter Programmierung in der Sprache Java und Entwicklung mobiler Anwendungen für Android“, „Programmierung in den Scratch- und Python-Sprachen“. Das letzte Projekt: Die Entwicklung und Veröffentlichung der Anwendung in Google Play.

Im „RoboLab“ beschäftigen sich die Schulkinder mit Robotik: Sie löten, sägen, schneiden mit einer Lasermaschine aus und schleifen die Teile für ihren eigenen Roboter aus. Das letzte Projekt: ein selbstgebauter Roboter.

Die nächste Ausbildungsphase im Zentrum ist die Ausbildung von Studienbewerbern, Studenten und Doktoranden im „ProjektLab“-Projektlabor. Hier arbeiten junge Spezialisten an Aufträgen von Tjumener Unternehmen.

Ein großer praktischer Bestandteil des Zentrums ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen des Gebietes, die junge Menschen mit ihren tatsächlichen Aufgaben und Bedürfnissen vertraut machen. So können die Studierenden des Zentrums die Nachgefragtheit ihres Wissens und ihren Anwendungsbereich beurteilen.

Das Zentrum plant, jährlich mindestens 840 Kinder auszubilden.

Im Jahr 2016 wurde auch die Robotik- und Programmiermeisterschaft um den Pokal des Gouverneurs des Gebietes Tjumen, bei der Ingenieurtalente und einzigartige, darunter auch die von den Studenten des Zentrums entwickelten Ideen in einem ernsthaften Kampf identifiziert und verfeinert werden, ins Leben gerufen.

Zwei regionale Universitäten sind ebenfalls aktiv an dem Projekt beteiligt: im Jahr 2015 wurden die Fachrichtungen „Robotik und Mechatronik“, Forschungslabors und der Lehrstuhl für Geschäftsprozessautomatisierung eröffnet. Die Studenten des Lehrstuhls für Geschäftsprozessautomatisierung können schon heute ihre Qualifikation in der Praxis im interregionalen Ressourcenzentrum, das die 10% -ige Quote von High-Tech-Plätzen für Studenten bietet, steigern. Das interregionale Ressourcenzentrum wurde im Jahr 2016 in Tjumen zur Lösung von Problemen der Entwicklung und technischen Unterstützung von Software für die komplexe Automatisierung der Tätigkeit medizinischer Einrichtungen in dem Gebiet Tjumen und in ganz Russland gegründet.

Die Schüler und Lehrer des Zentrums für Robotik und automatisierte Steuerungssysteme beteiligen sich aktiv an verschiedenen föderalen und regionalen Wettbewerben. Darüber hinaus treten sie selbst in der Rolle der Veranstalter auf. Zum Beispiel wird seit 2016 auf dem Territorium der Stadt Tjumen die regionale Runde des föderalen Wettbewerbs „RTK Pokal“ abgehalten. Der Gründer des Wettbewerbs „RTK Pokal“ ist die föderale staatliche autonome wissenschaftliche Einrichtung „Zentrales Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Robotik und Technische Kybernetik“.

„Der RTK-Pokal: Tjumen“ wird in folgenden Nominierungen ausgetragen:

    • Sucher (von 10 bis einschließlich 14 Jahre)

    • Adrenalinjunkie (von 10 bis einschließlich 16 Jahre)

    • Adrenalinjunkie Pro (ab 17 Jahren und älter)

Bei den Wettbewerben wird den Teilnehmern das Polygon, auf dem die Gebiete mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad von durchschnittenem Gelände bis zu den Folgen von Katastrophen (z. B. Erdbeben, Tsunami, Erdrutsche) simuliert werden, zur Verfügung gestellt. In der vorgegebenen Zeit muss der Roboter die meisten Abschnitte des Polygons durchgehen und die gestellten Aufgaben erfüllen.